08.08.2002
"Chess Classic": Eines der bedeutendsten Turniere
im Schachsport etabliert sich in Mainz
Top-Duell des Vorjahressiegers Viswanathan Anand gegen
amtierenden Weltmeister Ruslan Ponomarjow
Schirmherr OB Jens Beutel trifft im computergestützen Duell auf Anand
und misst sich im Simultanschach mit Russin Kosteniuk
Mit den "Chess Classic", die von Mittwoch, 14. August,
bis Sonntag, 18. August 2002, in der Rheingoldhalle stattfinden, begrüßt
die Stadt Mainz zum nunmehr zweiten Mal ein herausragendes Schach-Ereignis
für alle Liebhaber des attraktiven Denksports am Rhein.
Fünf Tage gastieren die Meister der schwarz-weissen
Bretter in der Rheingoldhalle - und wie bei der Mainz-Premiere im
Vorjahr präsentiert das Chess Classic auch in diesem Jahr ein Spitzenduell
der Extraklasse: Der am 28. Januar zum neuen Weltmeister gekürte Ruslan
Ponomarjow (Russland) misst sich mit dem "bestem Schnellschach-Spieler
der Welt", Viswanathan Anand (Indien, Schach-Weltmeister 2000 bis
2002, Vorjahressieger der Chess Classic), in insgesamt acht Partien
um den Turniersieg von Freitag, 16. August, bis Sonntag, 18. August,
jeweils ab 18.00 Uhr.
Zudem treffen die beiden "Schach-Grazien", die 18jährige
Alexandra Kosteniuk (Vize-Weltmeisterin, Russland) mit der jüngsten
deutschen Großmeisterin, der Erfurterin Elisabeth Pähtz (17) während
der gleichen Zeit ebenfalls in acht Parteien um den Gesamtsieg bei
den Chess Classic - ein überdies auch optisch interessantes Duell.
Diese Partien werden einmal mehr überaus publikumsfreundlich
für alle Schachfans auf einer vier auf fünf Meter fassenden Großleinwand
übertragen.
Beim Simultan-Schach am Mittwoch, 14. August 2002,
treffen 40 Spieler/innen auf den amtierenden Weltmeister Ruslan Ponomarjow
(Beginn 16.00 Uhr).
Ab 17.00 Uhr misst sich Alexandra Kosteniuk simultan mit 25 Gegner/innen
- zu diesen zählt auch Oberbürgermeister Jens Beutel, der sich auch
gern an sein Remis vom Vorjahr im direkten Duell mit Wladimir Kramnik
(Braingames-Weltmeister) erinnert.
Am Donnertag, 15. August 2002, wird Beutel überdies
im computergestützten Duell ab 18.30 Uhr auf Anand treffen.
Oberbürgermeister Jens Beutel, der bei der Ansiedlung der Chess Classic
in Mainz Pate stand, sieht die Veranstaltung als großen Gewinn: "Im
Vorjahr wurde dieses Top-Ereignis der Schachwelt überaus positiv angenommen.
Ich hoffe, dass auch in diesem Jahr viele vermeintliche ,Laien' den
Weg in die Rheingoldhalle suchen und von der Faszination des Schachsports
angesteckt werden."
Der Präsident der "Frankfurt Chess Tigers", Hans-Walter
Schmitt, sieht in Mainz "ein fantastisches Ambiente und großen Schach-Sachverstand
zugleich gegeben - von den Vereinen bis in die Rathausspitze hinein".
Der Wechsel von Frankfurt (1999) - mit einjähriger Zwischenstation
in Bad Soden (2000) - hinüber in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt
war der absolut richtige Schritt", so Schmitt.
Dabei geht es dem Organisator der Chess Classic 2002
aber nicht allein um die Weltelite am Brett - ob Weltmeister, Großmeister
oder Weltranglisten-Spieler. "Diese sind als Aushängeschild natürlich
überaus wichtig, aber von höherer Priorität sind die Zuschauer als
Liebhaber dieses Sports, die vor Ort dem spannenden Geschehen folgen.
Sie sind das absolute A und O der Chess Classic." Die Veranstaltung
zeichne sich durch Teilnehmerfreundlichkeit, einen enormen Service
und das Prinzip "Tagsüber spielen - abends der Weltklasse zuschauen"
aus.
Jene, die früher bereits Schach spielten und den Kontakt
zum Brett über die Jahre verloren als auch die jungen Sprösslinge
mit ihrer Begeisterung für den Sport liegen Schmitt besonders am Herzen.
Grund genug, für die "ORDIX Open" - einem Schnellschach-Turnier
- am Samstag und Sonntag, 17./18. August, zu melden, bei dem sowohl
Weltranglisten-Spieler als auch Hobby- und Freizeitspieler als direkte
Kontrahenten über Eröffnungsvarianten sinnieren. "Ob jung oder alt,
ob Mann oder Frau - alle spielen gegeneinander. Hier zeigt sich die
ganze Bandbreite des Schachsports - vergleichbar einem Volkslauf,
an dem auch jeder teilnehmen kann."
Beim "ORDIX Open" haben auch Hobbyspieler die Chance,
auf Spitzenspieler der Weltrangliste zu treffen: "Viele Hobbyspieler
reisen deshalb von weit her an, um solche außergewöhnlichen Momente
zu erleben." Schmitt erwartet rund 500 Spieler beim "größten Schach-Open"
der Welt.
Gespielt wird nach dem "Schweizer System", wobei die
spielstärkere obere Hälfte gegen die schwächere untere Hälfte der
Spieler gelost wird. Bei rund 500 Spielerinnen und Spielern wird mithin
die Nr. 1 der Setzliste gegen die Nr. 251 gelost, die Nr. 2 gegen
die Nr. 252.... Dieser Vorgang wiederholt sich elf Mal - bis Sieger
und Platzierte feststehen.
(Hintergrund: Die Wertung der Setzliste bemisst sich
nach dem persönlichen "ELO-Wert"(benannt nach dem Erfinder des Systems,
Arpad Elo) - einer individuellen Punktzahl, die jeder Spieler bislang
erspielt hat. Beispiele:
Hans-Walter Schmitt 2018 Elo-Punkte
OB Jens Beutel 2075
Vize-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk 2459
Weltmeister Ruslan Ponomarjow 2743
Viswanathan Anand 2752
Abseits dessen heißt es in der Rheingoldhalle aber
vor allem auch: Schach der absoluten Größen live erleben, Partien
an der Großleinwand verfolgen, deren tiefere taktische Ausprägung
von Experten vermittelt wird: "Neben der reinen visuellen Übertragung
der Partien via Leinwand ist auch die hochinteressante Mimik der Gegner
zu sehen. Über Kopfhörer werden die jeweiligen Züge für die Zuschauer
von drei Großmeistern moderiert - für Schach-Experten von Artur Jussupow
und Matthias Wahls in den ersten beiden Tagen sowie an den Folgetagen
vom Gespann Artur Jussupow / Eric Lobron - live kommentiert und erläutert."
Diesen Service wird auch der in Mainz anwesende Präsident des Deutschen
Schachverbandes, Alfred Schlya, nutzen.
Schmitt geht es abseits der Ranglisten um die Liebhaber
des Sports und um den Nachwuchs: "An den Neuen und den Ehemaligen
bin ich interessiert" - dazu bedürfe es auch einer würdigen Umgebung,
in der das Schacherlebnis auch Spaß mache: "Dies ist hier am Rhein
unter einem Dach absolut gegeben. Hier kann jeder den Schach aktiv
oder als Zuschauer ganz in Ruhe, optisch und fachmännisch begleitet,
genießen. Und wann kann man schon einmal seinem Oberbürgermeister
beim Duell gegen Spieler der Extraklasse zuschauen ?"
Chess Classic im Internet: www.chesstigers.de.
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