FrankfurtChess Masters

Aktuelle Rundenreports von Holger Bergmann und Michael Tischendorf

Bilder: Michael Tischendorf

Runde 8 - Runde 9 - Runde 10 - Runde 11 - Runde 12 - Runde 13 - Runde 14

Runde 1 - Runde 2 - Runde 3 - Runde 4 - Runde 5 - Runde 6 - Runde 7

Runde 14

Adams-van Wely  Mickey Adams hat es geschafft.  In seiner letzten Partie erreichte er in einer englischen Eröffnung mit Schwarz gegen Loek van Wely das notwendige Remis, und hat damit das Anrecht auf die Teilnahme am Giantsturnier im nächsten Jahr erworben.  Allerdings mußte er dafür noch hart kämpfen:  "King Loek" baute eine gefährliche Initiative auf, so daß sich Adams zäh verteidigen mußte.  Dies war auch notwendig.    Vassily Ivanchuk gab gegen Sergey Rublevsky noch einmal Vollgas.   Nachdem Rublevsky einen Turm und Bauern gegen zwei Leichfiguren geopfert hatte, konnte Ivanchuk in ein Endspiel mit starkem Angriff abwickeln.  Rublevsky mußte die Qualität zurückgeben, konnte aber in ein Endspiel mit Turm und Bauer gegen Ivanchuks Turm und Läufer abwickeln.  Beide Spieler blitzten noch, bis weniger als zwanzig Sekunden auf beiden Uhren verblieben, und einigten sich dann auf ein verdientes Remis.  

Evgeny Bareev sicherte sich durch einen Sieg über Arthur Jussupov den dritten Rang.  Veselin Topalov gewann seine letzte Partie gegen Robert Rabiega, und beendete damit ein für ihn sicherlich unbefriedigendes Turnier bei -1, was lediglich für Platz 5 reichte.

IvanchukErgebnisse der 14. Runde:

Topalov - Rabiega  1-0

Ivanchuk - Rublevsky

van Wely - Adams

Bareev - Jussupov

Runde 13

Adams-TopalovEs bleibt doch noch ein bischen spannend: In der vorletzten Runde sah es zwischenzeitlich so aus, als ob Mickey Adams sich bereits den Sieg im Masters sichern könnte.  Er gewann nach 23 Zügen einen Bauern gegen Veselin Topalov, nachdem er es in der Eröffnung (Sizilianisch mit 3.Lb5) recht ruhig angehen ließ.  Zu diesem Zeitpunkt war Vassily Ivanchuk noch schwer gegen Robert Rabiega am kämpfen.  Immerhin hatte er sich in komplizierter Stellung einen beträchtlichen Zeitvorteil gegen Robert Rabiega herausgespielt.  Dieser war letztendlich auch entscheidend.  Ivanchuk erhöhte sukzessive den Druck auf Rabiegas Stellung, bis dieser die ihm gestellten Probleme nicht mehr befriedigend lösen konnte:  Ivanchuks erster Sieg in der Rückrunde!    Mickey Adams mußte dagegen noch schwer kämpfen.  Der Mehrbauer wurde bis ins Endspiel hinüber gerettet, doch wehrte sich Veselin Topalov wacker.   Letztendlich entschied aber auch hier die Zeit für den Engländer, der damit seinen Vorsprung von einem Punkt mit in die Schlußrunde nimmt.   Auf den hinteren Rängen ging es mittlerweile etwas gemächlicher zu:  Nur 15 Minuten dauerte die Auseinandersetzung zwischen Rublevsky und Bareev in einer französischen Abtauschvariante bis man sich nach 23 Zügen schiedlich, friedlich auf Remis einigte.    Immerhin 48 Züge spielten Arthur Jussupov und Loek van Wely bis auch bei ihnen der Friedensschluß perfekt war.

Rublevsky-BareevErgebnisse der 13. Runde:

Adams - Topalov 1-0

Jussupov - van Wely  ½-½

Rublevsky - Bareev  ½-½

Rabiega - Ivanchuk  0-1

Runde 12

Danny King und Veranstalter Hans-Walter Schmitt

TopalovIvanchukDie 12. Runde könnte eine Vorentscheidung im Rennen um den Sieg im Masters gebracht haben:  Michael Adams gewann seine Partie gegen Arthur Jussupow, und baute sein Punktekonto damit auf 9 Punkte aus.  Damit hat er zwei Runden vor Schluß einen Vorsprung von einem Punkt auf Vassily Ivanchuk, der mit den schwarzen Steinen in einer spanischen Partie gegen Veselin Topalov nicht über ein Remis hinauskam.   Am Tabellenende konnte Loek van Wely seine Position durch einen Erfolg gegen Sergey Rublevsky etwas verbessern.  Er gab damit die rote Laterne an Robert Rabiega (wird "van Rabiga" ausgesprochen) weiter, der mit dem Remis gegen Evgeny Bareev immerhin einen Achtungserfolg erzielen konnte, und bereits jetzt sein vor dem Turnier selbst gesetztes Ziel von 4 Punkten erreicht hat.

 

 

 

Ergebnisse der 12. Runde:

Topalov - Ivanchuk  ½-½

van Wely - Rublevsky  1-0

Bareev - Rabiega  ½-½

Adams - Jussupow 1-0

Runde 11

Robert RabiegaMit drei Remispartien und nur einem entschiedenen Spiel klang der dritte Turniertag des Masters eher ruhig aus. An der Gesamtkonstellation änderte sich durch die Punkteteilungen aller Favoriten nichts. Vassily Ivanchuk und Evgeny Bareev beendeten die elfte Runde im 24. Zug mit Remis. Aus der Durchzugs-Variante im Caro-Kann entstand eine relativ ausgeglichene Position, in der Schwarz mühelos in den Ausgleich abwickelte. Der Damentausch beendete die Partie. Michael Adams versuchte gegen Sergey Rublevskys Schottisch zum Erfolg zu kommen und stand eingangs des Endspiels leicht besser. Auf der einzigen offenen Linie baute er ein Druckspiel mit beiden Türmen auf, und nach weiteren Vereinfachungen sah es zunächst so aus, als solle das Springerendspiel für den Tabellenführer gute Gewinnaussichten bieten. Doch letztlich zeigte sich in dieser Partie einmal mehr, welch überraschende Wendungen insbesondere Springerendspiele nehmen können. Jeder graste auf einer Seite und bei jeweils Springer und König ohne Bauern fügte man sich ins Unvermeidliche. Artur Jussupov und Veselin Topalov wählten das Tarrasch-System im Damengambit. Die Diskussion zwischen Springerpaar und Läuferpaar war lange Zeit völlig offen. Beide Damen visierten heftig die jeweils andere Königstellung an, doch die Drohungen neutralisierten sich schließlich gegenseitig - remis. Die entschiedene Partie gab es im Duell zwischen Robert Rabiega und Loek van Wely, in der Weiß zunächst zwei Bauern für aktives Spiel investierte. Schwarz konsolidierte sich unter Rückgabe des Materials und behielt die aktivere Stellung, die er schließlich im Endspiel zum vollen Punkt umsetzte. Das Feld rückte in den hinteren Regionen damit enger zusammen, während drei Runden vor Schluß Michael Adams und Vassily Ivanchuk heiße Anwärter auf den Turniersieg sind. Für Michael Adams spricht seine gute Form am dritten Turniertag, an dem Verfolger Vassily Ivanchuk nicht nur die Tabellenführung einbüßte, sondern insgesamt ohne Sieg blieb. 1,5 Punkte aus vier Runden sind für den Tabellenzweiten sicherlich ein unbefriedigendes Ergebnis vor dem morgigen Gang auf die Zielgerade.

Evgeny Bareev

Die Ergebnisse der 10. Runde:

Jussupov - Topalov ½-½

Rabiega - van Wely 0-1

Ivanchuk - Bareev   ½-½

Rublevsky - Adams ½-½

 

Runde 10

Mickey AdamsVeselin TopalovWechsel an der Tabellenspitze! Michael Adams hat mit einem Sieg den langrundigen Spitzenreiter Vassily Ivanchuk überflügelt, der über ein Remis nicht hinauskam. 1,0:2,0 Punkte am dritten Turniertag sind für den ukrainischen Großmeister für einen Turniersieg aber auch entschieden zu wenig. Gegen Loek van Wely mußte er sich im Endspiel sogar eher um Schadensbegrenzung bemühen, denn immerhin stand ein - wenn auch schlußendlich wertloser - Minusbauer auf dem Brett. Michael Adams hat hingegen den Turbo eingelegt. 2,5:0,5 Punkte aus den drei Samstagsrunden katapultierten den Engländer auf Platz 1. Gegen Robert Rabiega entschied ein Einbruch mit der Dame in die königliche Wohnstube die Partie. Das Endspiel mit zwei Minusbauern war für den deutschen Schnellschach-Meister nicht zu halten, und im 57. Zug streckte er die Waffen. Evgeny Bareev hat die Chance vertan, Kontakt zur Spitzengruppe zu halten. Nachdem die Botwinnik-System-systemimmanenten Freibauern auf dem Damenflügel ihrer Verwandlung vom Frosch ins Blaublut zustrebten, verlor Evgeny Bareev in der komplizierten Stellung den Faden und wickelte in ein verlorenes Etwas ab, in dem sich zum unguten Schluß gleichzeitig ein schwarzer Turm auf h2 und ein schwarzer König auf d6 in der Diagonale des auf  f4 platzierten Läufers aufhielten. So etwas führt oft zu nichts Gutem, und hier war es nicht anders. Blieb die Partie zwischen Artur Jussupov und Sergey Rublevsky, in der der russische Großmeister das bessere Turmendspiel besaß. Doch die alte Bauernregel, nach der Turmendspiele immer remis sind, bewahrheitete sich auch hier und so stand trotz Mehrbauer die Punkteteilung am Ende der Vorstellung.

 

Die Ergebnisse der 10. Runde:

Topalov - Bareev  1-0

van Wely - Ivanchuk  ½-½

Adams - Rabiega   1-0

Jussupov - Rublevsky  ½-½

Presseraum

Runde 9

Adams-IvanchukDas Spitzenspiel zwischen Vassily Ivanchuk und Michael Adams hätte das Masters vorentscheiden können, doch nach dem Ausgang dieser Partie ist wieder alles offen. Nach dem Hinspielremis versuchte es der ukrainische Großmeister mit Schottisch, und es entstand eine sehr unklare Stellung mit beiderseitigen Möglichkeiten. Im Endspiel erlangte Michael Adams einen Plusbauern, bei dem allerdings nicht sicher war, ob er zu verwerten sein würde. Doch der Engländer demonstrierte eine sichere Endspieltechnik und gewann im 44. Zug. Damit ist an der Spitze wieder alles offen - Vassily Ivanchuk und Michael Adams haben jeweils 6,5 Punkte auf der Habenseite. Auch Evgeny Bareev hat sich zurückgemeldet. Beim Sieg über van_Wely03.jpg (17254 Byte)Loek van Wely leistete der holländische Masters-Teilnehmer allerdings kräftige Schützenhilfe, indem er im 29. Zug einzügig einen Springer einstellte. Robert Rabiega setzte seinen klaren Aufwärtstrend mit einem Sieg gegen Artur Jussupov fort. Der Berliner erreichte nach einer französischen Abtauschvariante ausgangs der Eröffnung aufgrund seines Läuferpaares mit Fesselungsmotiven einen deutlichen Stellungsvorteil und gewann schließlich zwei Bauern. Artur Jussupov gab die aussichtslose Position nach einem weiteren Materialverlust im 24. Zug auf. Die längste Partie fand zwischen Sergey Rublevsky und Veselin Topalov statt. Nach einem Tarrasch-System im Franzosen wurde einmal mehr in diesem Turnier die Konstellation Läufer- gegen Springerpaar diskutiert. Weiß gewann im Endspiel einen Bauern, doch die schwarzen Figuren standen dafür recht aktiv. Viel nützte dies aber letzten Endes nicht, denn Sergey Rublevskys Mehrmaterial gab schließlich den Ausschlag. Nach drei Niederlagen in Serie endlich wieder ein Sieg für den Ordix-Open-Gewinner 2000.

 

Die Ergebnisse der 9. Runde:

Rublevsky - Topalov  1-0

Bareev - van Wely    1-0

Ivanchuk - Adams  0-1

Rabiega - Jussupov 1-0

Runde 8

Veselin Topalov und Loek van Wely legten los wie die Feuerwehr. Weiß opferte zwei Figuren gegen einen Angriff und Schwarz widerstand mit dem Chef in der Welten Mitte auf f6. Adams-BareevDer niederländische GM konnte die Stellung konsolidieren und sicherte sich unter Materialrückgabe ein günstiges Endspiel. Die weiße Dame erwies sich gegen Turm, Läufer, Springer nebst einem brandgefährlichen Freibauern auf der e-Linie schließlich als hoffnungslos unterlegen. Im 52. Zug fiel das 0:1, ein vielversprechender Auftakt für den Tabellenletzten. Auch Robert Rabiega startete gut in den dritten Turniertag. In einer Zeitnotschlacht setzte er sich in einer unübersichtlichen Partie gegen Sergey Rublevsky durch. Läufer- gegen Springerpaar war das Thema dieser Partie, die vier Sekunden vor Ablauf der Bedenkzeit Rublevskys durch eine Turmverlust entschieden wurde. Die beiden anderen Partien endeten mit Remis. Michael Adams und Evgeny Bareev starteten mit einem  d3-Franzosen, und Weiß hatte eigentlich immer leichte Stellungsvorteile. Doch umsetzen ließ sich nichts, und nach 45 Zügen einigte man sich auf Remis. Artur Jussupov und Vassily Ivanchuk steuerten das zweite Remis dieser achten Runde bei. Nach einem Grünfeld-Inder schien sich die Stellung zunächst zugunsten von Schwarz zu entwickeln, doch im Endspiel glich sich alles aus. Die Schlußstellung mit Läufer + 2 Bauern gegen Läufer + Bauer sah Weiß dann sogar materiell im Vorteil, doch der Spieler, der diese Konstellation zum vollen Punkt verwandeln kann, muß erst noch geboren werden. Also: Remis. Rublevsky-Rabiega

 

Die Ergebnisse der 8. Runde:

Topalov    -    Van Wely    0-1

Adams    -    Bareev     1/2

Jussupov    -     Ivanchuk    1/2

Rublevsky    -     Rabiega    0-1

 

 

Runde 7

Artur JussupovDie letzte Runde am zweiten Tag des Masters brachte drei entschiedene Partien und ein Remis. Die war in der Partie zwischen Robert Rabiega und Veselin Topalov zu beobachten. In einer Nebenvariante des klassischen Franzosen hatte Weiß keine Probleme und brachte das dritte Remis in die Scheune. Nach zwanzig Zügen endete die Partie im Remishafen, nachdem das Pendel Ld6-e5 bzw. Ke8-e7 in Vassily IvanchukMehrfachwiederholung auf dem Brett stand. Michael Adams erweist sich nach dem Sieg gegen Loek van Wely als schärfster Verfolger des groß aufspielenden Vassily Ivanchuk. Der Niederländer hatte einige Stellungsprobleme im Sizilianer, doch die Hoffnung auf ein Halten der Stellung schien zunächst recht real. Doch dann krachte es doch im Gebälk der schwarzen Konfiguration, und nach dem Verlust der Bauern auf d6 und b5 blieb nur das Aufgeben. Eine schöne Partie spielte Artur Jussupov gegen Evgeny Bareev. Der Weiß-Spieler entwickelte in einer zunächst ruhigen Variante des Slawischen Damengambits einen andauernden Königsangriff und sicherte sich einen Plusbauern. Das nicht ganz einfache Damenendspiel gewann Artur Jussupov in souveräner Manier bei allerdings großen Zeitproblemen seines Gegners, dem nur noch gut eine halbe Minute Restspielzeit verblieb. Vassily Ivanchuk schraubte sein Zwischenergebnis auf sensationelle 6:1 Punkte hoch. Sergey Rublevsky geriet in der Endphase auf die Verliererstraße und mußte angesichts eines Bauern h2 vor der Umwandlung die Waffen strecken. In der Tabelle liegt er mit einem Punkt Vorsprung auf Michael Adams in Führung. Evgeny Bareev (4,0 Punkte) und das Trio Sergey Rublevsky, Veselin Topalov und Artur Jussupov (je 3,5 Punkte) folgen mit respektvollem Abstand. Im Kampf gegen die Rote Laterne liegt Robert Rabiega jetzt einen halben Punkt vor Loek van Wely.

Blick in den TurniersaalDie Ergebnisse der 7. Runde:

Rabiega    -    Topalov     1/2

Adams    -    Van Wely     1-0

Jussupov    -    Bareev     1-0

Rublevsky    -     Ivanchuk    0-1

 

Runde 6

Veselin TopalovVassily Ivanchuk ist nicht zu stoppen. Schon wieder gewonnen! Eine überzeugende Angriffsleistung im klassischen Damengambit gegen Robert Rabiega schraubte den Score des Tabellenführers auf 5:1 Punkte hoch. Vassily Ivanchuks Springer fanden genügend Felder auf dem löchrigen Damenflügel des Schwarzen, um für einigen Flurschaden zu sorgen. Irgendwie paßte es zur Partie, daß Robert RabiegaLoek van Wely angesichts eines Springermatts die Waffen strecken mußte. Der Berliner gerät nach dem guten Turnierauftakt langsam aber sicher ins Hintertreffen. Auch Loek van Wely kommt nicht mehr in die die Gänge. Er wählte als Weißer gegen Artur Jussupov die klassische Abtauschvariante im Damengambit, geriet aber im Mittelspiel in schwere Turbulenzen. Als Artur Jussupov mit einem angebotenen Springeropfer auf h4, das nicht angenommen werden konnte, entscheidend in die Stellung eindrang, war die Partie praktisch entschieden. Evgeny Bareev kam gegen Sergey Rublevsky zu seinem zweiten Sieg am heutigen Tag. Der Plusbauer des Weißspielers überstand das Mittelspiel und erwies sich im Endspiel als immer entscheidender. Konnte man bei der ursprünglichen Konstellation mit Dame und Turm auf jeder Seite noch eine Remisperspektive erkennen, wurden die Aussichten für Weiß im Damenendspiel schon deutlich konkreter. Das Bauernendspiel bildete das Finale dieser Partie und das gewann Evgeny Bareev mit sicher vorgetragener Technik. Die Partie zwischen Veselin Topalov und Michael Adams bot interessante Stellungsbilder mit schwarzen Bauern auf a3 und e3, die Weiß zunächst erheblich in der Entwicklung behinderten. Doch Veselin Topalov konnte sich befreien, verlor aber dann in einer Kombination durch ein Zwischenschach eine Figur gegen einen Bauern. Das daraus resultierende Endspiel erwies sich als hoffnungslos. Nach den vier entschiedenen Partien aus Runde 6 führt Vassily Ivanchuk mit einem Punkt Vorsprung vor Michael Adams und Evgeny Bareev. Sergey Rublevsky (3,5), Veselin Topalov (3,0) und Artur Jussupov (2,5) bilden das Mittelfeld, während Loek van Wely und Robert Rabiega mit jeweils 1,0 Punkten deutlich zurückliegen.

Die Ergebnisse der 6. Runde:

Topalov    -    Adams   0-1

Van Wely    - Jussupov     0-1

Bareev    -     Rublevsky    0-1

Ivanchuk    -     Rabiega    1-0

Runde 5

Adams-JussupovDie Auftaktrunde des zweiten Tages brachte vier spannende Partien, die alle ausgespielt wurden. Tabellenführer Vassily Ivanchuk und Veselin Topalov lieferten sich eine Partie mit ständig wechselnden Materialverteilungen. Zunächst opferte Ivanchuk einen Bauern für Angriffsspiel und erhielt nach der Materialrückgabe leichten Stellungsvorteil. Nach einem interessanten Qualitätsopfer des Weißen ergaben starke Zentralbauern und eine gute Figurenstellung ausreichende Kompensation. Schwarz opferte schließlich eine Figur gegen zwei weiße Freibauern, und das entstehende Endspiel von zwei Figuren gegen Turm und   zwei Bauern endete schließlich remis. Eine Theorievariante im Lb5-System der sizilianischen Verteidigung kam in der Partie zwischen Sergey Rublevsky und Loek van Wely auf's Brett. Der niederländische Großmeister gab eine Qualität gegen zwei Bauern und erhielt in der Folge durch gutes Figurenspiel Kompensation. Die Partie mündete in eine gleiches Endspiel, das mit den beiden Restkönigen dann auch unentschieden endete. Eine in der Endphase wohl Bareevunnötige Niederlage verbuchte Robert Rabiega gegen Evgeny Bareev. Der Versuch des Berliners, unter Vermeidung des Damentauschs auf Gewinn zu spielen, endete in der Zeitnotphase in einem Mattnetz. Artur Jussupov und Michael Adams spielten ihre Zeitpolster voll aus, bevor dieses Spiel in einer Remisschaukel zu Ende ging. Somit liegt Vassily Ivanchuk auch nach fünf Runden in Führung. Doch die Konkurrenten liegen mit Rückständen von einem halben (Sergey Rublevsky) bzw. einem ganzen Punkt (Michael Adams, Evgeny Bareev, Veselin Topalov) noch gut im Rennen. Lediglich Artur Jussupov (1,5 Punkte), Robert Rabiega und Loek van Wely (je 1,0 Punkte) haben den Anschluß an die Tabellenspitze zunächst einmal verloren.

 

 

 

Die Ergebnisse der fünften Runde:

Ivanchuk    -     Topalov  1/2

Rublevsky    - Van Wely  1/2

Rabiega    -    Bareev   0-1

Jussupov    -    Adams   1/2

Runde 4

Vassily IvanchukDer erste Tag des Masters Turnier stand im Zeichen von Vassily Ivanchuk. Der ukrainische Großmeister steht mit 3,5 Punkten aus vier Runden auf alleine auf Rang 1. Lediglich in der zweiten Runde war ein Remis gegen Michael Adams fällig. In der vierten Runde überzeugte Vassily Ivanchuk mit Druckspiel gegen Evgeny Bareev, das schließlich für einen schwarzen Sieg ausreichte. Erster Verfolger des Tabellenführers ist Sergey Rublevsky. Der Open-Sieger gewann eine dramatische Partie gegen Michael Adams, in der dieser für ein Materialopfer gute Kompensation im Angriff besaß. In der Endphase verflachte allerdings der Angriff des Weiß-Spielers, und der ungeschlagene russische Großmeister erzielte seinen dritten Punkt  im Masters. Veselin Topalov und Michael Adams sind bei jeweils 2,5 Punkten in Reichweite der Tabellenspitze.  Veselin Topalov entschied einen Zeitnotkrimi gegen Artur Jussupov zu seinen Gunsten, bei dem ihm am Ende wohlwollend gerechnete drei Sekunden verblieben. Weit weniger spektakulär verlief die Partie zwischen Loek van Wely und Robert Rabiega. Nachdem der holländische Großmeister die Klippe des 17. Zuges erfolgreich umschifft hatte, mußte man nicht mehr um ihn fürchten. Zwar befreite sich der Berliner Robert Rabiega aus einer gedrückten Stellung, doch das Endspiel bot trotz Mehrbauer keine realen Gewinnaussichten. Die beiden Kontrahenten bleiben nach dem ersten Tag ohne Sieg.

Sergey RublevskyDie Ergebnisse der vierten Runde:

Topalov    - Jussupov     1-0

Van Wely    - Rabiega      1/2

Bareev    -   Ivanchuk 0-1

Adams    - Rublevsky     0-1

Runde 3

Mickey AdamsDas Zahnschmerz-Mittel hat Wunder gewirkt: Nachdem er beim gestrigen Champions-Dinner noch von Zahnschmerzen umgetrieben wurde, liegt Vassily Ivanchuk mit 2,5 Punkten aus drei Partien nach seinem Sieg gegen Loek van Wely an der Spitze des Feldes. Der 17. Zug erweist sich für den Niederländer langsam aber sicher als Mirakel: nach der ersten Runde war auch in Runde 3 nach diesem Zug Schluß. Die Zwischenbilanz von Loek van Wely bei 0:3 erfordert dringend eine Trendwende. Gut im Rennen liegt hingegen Michael Adams. Der englische Großmeister setzte seine Stellungsvorteile gegen Robert Rabiega konsequent um und gewann in der Endphase ein deutlich besseres Läuferendspiel. Es war der einzige Schwarz-Sieg in der dritten Runde, die ansonsten komplett an die Weiß-Spieler ging. Außer Vassily Ivanchuk gewannen Evgeny Bareev und Sergey Rublevsky ihre Partien. Evgeny Bareev verwertete ein Qualitätsplus gegen Veselin Topalov, während Sergey Rublevsky in besserer Stellung einen Turm gegen Artur Jussupov abholte. Die beiden siegreichen Spieler liegen einen halben Punkt hinter dem Führungsduo Michael Adams/Vassily Ivanchuk.

BareevDie Ergebnisse der dritten Runde:

Bareev    - Topalov     1:0

Ivanchuk    - Van Wely 1:0

Rabiega    - Adams 0:1

Rublevsky    - Jussupov 1:0

 

 

 

Runde 2

Blick in den TurniersaalSchon nach nur zwei Runden ist keiner der Masters-Spieler mehr ohne Verlustpunkt. Mit weißer Weste waren Veselin Topalov, Michael Adams und Vassily Ivanchuk in den zweiten Durchgang gestartet, doch mehr als Punkteteilungen kam beim Führungstrio nicht heraus. Veselin Topalov und Sergey Rublevsky boten eine sehr positionelle Katalanisch-Partie, die in einem remisigen Endspiel ausklang. Michael Adams und Vassily Ivanchuk spielten gegeneinander, doch die sehr ausgeglichene Partie verließ die Remisbreite zu keinem Zeitpunkt. Evegenij Bareev und Artur Jussupov meldeten sich mit Siegen ins Turnier zurück, nachdem der Auftakt für beide Spieler danebengegangen war. Evgenij Bareev erspielte sich Vorteile gegen Loek van Wely und setzte ein Qualitätsplus im Endspiel souverän zum vollen Punkt um. Der niederländische Großmeister avanciert nach zwei Runden dagegen zum ersten Sorgenkind des Masters. Mit 0:2 Punkten steht Loek van Wely derzeit am Tabellenende. Robert Rabiega verlor den Vergleich gegen Artur Jussupov. In der überaus taktischen Stellung behielt Weißspieler Jussupov die Übersicht und punktete voll.

 

Ergebnisse der 2. Runde:

Topalov    - Rublevsky             0-1

Van Wely    - Bareev                 0-1

Adams    -    Ivanchuk             1/2

Jussupov    - Rabiega             1-0

Runde 1

Bareev-AdamsPaukenschlag in der ersten Runde des Masters-Turniers: Nach lediglich 17 Zügen gewann Veselin Topalov gegen Loek van Wely. Nach einer Kombination fehlte dem niederländischen Großmeister am Ende eine Figur. Auch Michael Adams kam gut aus den Startlöchern. In einer spannenden Partie gewann er mit Schwarz gegen Evgenij Bareev. Vassilij Ivanchuk nutzte als einziger Spieler in der Auftaktrunde den Anzugsvorteil. In einer dramatischen Zeitnotpartie punktete er gegen Artur Jussupov. Ein Remis der wenig schiedlich-friedlichen Art leisteten sich der Berliner Robert Rabiega und Sergej Rublevsky, der sich als Sieger des Opens für das Masters qualifiziert hatte. Der russische Großmeister konnte in beiderseits hochgradiger Zeitnot eine vorteilhafte Stellung nicht verwerten. Dank der Punkteteilung starteten beide Spieler ungeschlagen ins Masters.

Ivantchuk-JussupovErgebnisse der 1. Runde:

Van Wely - Topalov 0-1

Bareev - Adams 0-1

Ivanchuk - Jussupov 1-0

Rabiega - Rublevsky 1/2