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Schönes Schach in MainzSuper-Model Carmen Kass Stargast bei den Chess Classic / Duell mit der hübschen Weltmeisterin Antoaneta Stefanowa?Von Hartmut Metz
Schönes Schach wird in Mainz vom 4. bis 8. August
garantiert! Das Super-Model Carmen Kass ist in der Rheingoldhalle Stargast
des Aufsehen erregendsten deutschen Schach-Events. Die 25-Jährige
wurde zum „Model of the Year“ (VH1/Vogue Fashion Awards
2000) gekürt und schmückte mehrfach Titelseiten der Trendsetter-Magazine
„Vogue“ und „Bazaar“. Carmen Kass wird in der Rheingoldhalle auch selbst
auf den 64 Feldern brüten. In einer Fünf-Minuten-Blitzpartie
(plus zusätzliche zwei Sekunden pro ausgeführten Zug) wird
sie gegen Viswanathan Anand antreten. Aber auch die ausschließlich auf die 32 Steine
fixierten Schachfans kommen bei den CCM auf ihre Kosten: Tagsüber
selbst am Brett brüten – und abends den Assen in der Rheingoldhalle
über die Schulter schauen. Dort misst sich Viswanathan Anand ab
dem 5. August jeden Abend in zwei Schnellschach-Partien mit Alexej Schirow.
Der 34-Jährige ist der ungekrönte König der Chess Classic.
Sechsmal gewann der weltbeste Schnellschachspieler und aktuelle Schach-Oscar-Preisträger
die CCM. Eine zu klare Favoritenrolle sieht der 34-Jährige im Match
über acht Partien gegen Schirow allerdings nicht. Sein Vereinskamerad
in Baden-Oos und im französischen Cannes agiere zwar äußerst
wechselhaft. Wozu der Ex-Vizeweltmeister, der vor rund vier Jahren im
WM-Finale Bei der jeweils zeitgleich ausgetragenen Gerling Chess960-WM fordert Levon Aronjan Weltmeister Peter Swidler heraus. Swidler ist aktuell die Nummer neun der normalen Schach-Weltrangliste, der ehemalige Junioren-Weltmeister Aronjan steht auf Position 32. Zwischenzeitlich führte der Berliner auch die deutsche Rangliste an. Bei seinem Bronzemedaillen-Gewinn bei der Europameisterschaft in der Türkei spielte der 21-Jährige allerdings wieder unter der Flagge seines Mutterlandes Armenien. Der künftige Kreuzberger Bundesligaspieler qualifizierte sich im Vorjahr im Chess960 Open für das WM-Finale. Ihm will es der vor kurzem kampflos entthronte Weltmeister gleichtun: Der bisherige offizielle Weltmeister des Schach-Weltverbandes FIDE, Ruslan Ponomarjow (20), tritt im FiNet Chess960 Open am 5. und 6. August an! Mit 14 Jahren und 17 Tagen war der Ex-Weltmeister einst der jüngste Großmeister aller Zeiten. Inzwischen ist sein Landsmann Sergej Karjakin Rekordhalter. Der kleine Tischtennis-Fan kommt wie er aus Kramatorsk und wurde schon mit zwölf Jahren und sieben Monaten Großmeister. Die beiden messen sich nun im FiNet Chess960 Open, bei dem der Sieger 2005 den neuen Chess960-Weltmeister herausfordern darf. Angesichts bereits 52 gemeldeter Großmeister und Großmeisterinnen garantiert der elfrundige Wettlauf hochkarätiges Chess960. Von den ersten 58 der bisherigen Setzliste beider offenen Turniere verzichten lediglich fünf Akteure auf einen Start im FiNet Chess960 Open: Wladislaw Tkatschiew (Frankreich/Nr. 16 der Setzliste beider Turniere), Jewgeni Aleksejew (Russland/Nr. 18), Igor Khenkin (Deutschland/Nr. 21), Ulf Andersson (Schweden/Nr. 27) und Milos Pavlovic (Serbien&Montenegro/Nr. 44). Im Ordix Open, in dem am 7. und 8. August in der Rheingoldhalle nach den bekannten „normalen“ Regeln gespielt wird, geht es um den zweiten Teil der insgesamt 35.000 Euro Preisgeld. Während Ponomarjow sich als einziger auf Chess960 konzentriert, will sich der inzwischen 14-jährige Karjakin nicht die Gelegenheit entgehen lassen, einen Löwenanteil davon im Ordix Open zu sichern. Allerdings ein schweres Unterfangen, da erneut rund 100 internationale Titelträger in die Stadt des schachbegeisterten Oberbürgermeisters Jens Beutel pilgern werden. Beim weltweit größten Schnellschach-Open erwartet Organisator Hans-Walter Schmitt wiederum etwa 500 Akteure. Daher empfiehlt sich die Voranmeldung für das Ordix-Turnier. Zum erlesenen Feld im Ordix Open zählen neben
den Kommentatoren des Abends, Die Favoriten im Ordix Open kommen aber aus Russland.
Sergej Rublewski, der im Februar das hochkarätige Aeroflot Open
in Moskau gewann und derzeit die Nummer 19 auf dem Globus ist, gibt
sein zweites Gastspiel bei den Chess Classic. Vor vier Jahren überzeugte
der Michael-Schumacher-Fan im B-Turnier, als erstmals in der Schach-Geschichte
die kompletten Top Ten an einem Ort antraten! Mit von der Partie war
damals auch Alexander Morosewitsch. Der einstige Weltranglistenvierte,
der jetzt nach einem Tief wieder auf diese Position zurückgekehrte,
geht ebenfalls im Ordix wie FiNet Chess960 Open an den Start. Härtester
Widersacher des derzeit in bestechender Form agierenden Morosewitsch
dürfte Alexander Grischuk sein. Der Weltranglisten-16. aus Russland
gewann im Vorjahr Bei der Auftaktveranstaltung zwei Tage zuvor dürfen
jedoch nicht nur all die Koryphäen und Schönheiten bewundert
werden. Mit einigen können Amateure sogar die Klinge kreuzen. Plätze
für die Simultans gegen Schirow, der an 40 Brettern spielt, und
Peter Swidler, der gleichzeitig 20 Chess960-Stellungen in Angriff nimmt,
können im Internet ersteigert werden. Vor Anands Blitzpartien um
18.30 Uhr klettert zwei Stunden früher Aronjan in den Ring: Sein
Kontrahent im Chess960 wird das niederländische Amateur-Schachprogramm
„The Baron“ sein. |
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